Montag, 16. Januar 2017

#myfallessentials - #mywinteressentials - #myessentials

Eigentlich hätte ich als Titel auch ganz simpel "Garderobe mit Plan" oder "Nähen mit Plan" schreiben können - denn genau darum geht es bei den #myessentials.
Sindy, Lena, Eveline, Elke, Marina und ich haben im Herbst beschlossen, das Thema noch einmal aufzugreifen. Tatsächlich beschäftige ich mich jetzt ja schon länger damit, meinen Kleiderschrank nicht nur intuitiv mit dem, was mir eben gerade gut gefällt, zu füllen, nicht einfach zu nähen, was gerade Spaß macht, sondern gezielt auf Kombinierbarkeit und Überschaubarkeit zu achten, und auch auf Nachhaltigkeit.

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Aus meinen geplanten vielen Outfitfotos ist natürlich nichts geworden, aber ein paar wenige Schnappschüsse haben sich doch angesammelt...

Eine wirkliche "Capsule Wardrobe" habe ich wohl immer noch nicht, aber deutlich reduziert habe ich schon - zu meiner großen Zufriedenheit. Trotzdem hab ich meine Kleidungsstücke nicht gezählt, an wirkliche Regeln halte ich mich auch nicht - am allerwichtigsten ist mein Gefühl.
Und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken - meine kleinen "Aha-Erlebnisse" der letzten Wochen möchte ich mit Euch teilen:

Lieblingsfarben und Kontraste

Meine Farben kenne ich ja schon länger - Blau und Grau in vielen Nuancen. Petrol. Ein bisschen Schwarz darf auch wieder dazu, und wenn ich mal einen "grellen" Farbtupfer brauche, darf es auch ein bisschen Grün (Flaschengrün) sein oder sogar Fuchsia und andere Beerentöne.
Obwohl meine Kleidungsstücke eigentlich alle in dieses Farbschema passen - und ich diese Farben auch untereinander gut zu kombinieren finde - ist mir immer wieder aufgefallen, dass ich mich manchmal nicht so richtig wohlfühle. Jetzt weiß ich, warum: Ich mag an mir keine starken Kontraste.
Ich mag eher monochrome Outfits bzw. trage ich gerne verschiedene Nuancen derselben Farbe oder Farben, die einander ähnlich sind.
Generell mag ich lieber dunkle Farben, im Frühling und Sommer darf es auch mal etwas heller und freundlicher werden - hier möchte ich aber darauf achten, noch besser zu kombinieren und zu starke Kontraste zu vermeiden. (Das trifft natürlich auch auf gemusterte Stoffe zu, die sollten auch nicht zu kontrastreich sein.)

Lieblingsformen

Dass ich 3/4-Ärmel mag, war mir schon irgendwie klar, aber ich habe erst vor kurzem verstanden, WIE gerne ich sie mag :-). Ich konnte mich nämlich nicht von ihnen trennen, als es eigentlich schon zu kühl dafür wurde - gerne ziehe ich einfach noch etwas Langärmeliges drunter. Besonders mag ich die Kombination schlichtes Langarmshirt + Webstoffoberteil mit 3/4-Ärmeln. Tatsächlich zeigt wohl dieses Foto hier ziemlich viel von dem, was ich, müsste ich mich festlegen, zu meinem "Signature Style" erklären würde:

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Lagenlook

Mir gefällt es, wenn die verschiedenen Schichten an Kleidung, die der Winter eben verlangt, auch sichtbar werden - wenn z.B. unter den 3/4-Ärmeln ein anderer Stoff und eine andere Farbe hervorblitzen, wenn auch, wie gesagt, nicht zu kontrastreich.


Hosen oder Kleider und Röcke?

Eigentlich liebe ich Kleider und Röcke, und im Sommer trage ich tatsächlich - außer bei sportlichen Aktivitäten - eher selten Hosen. Im Winter finde ich das schon schwieriger - aus Temperaturgründen, ja, aber das ist es nicht allein.
Ich glaube, es liegt daran, dass ich es viel schwerer finde, Kleider und v.a. Röcke zu kombinieren. Im Sommer ziehe ich zu meinen Kleidern einfach Sandalen an und fertig. Wenn es kälter ist, braucht es Strumpfhose, eine Strickjacke oder einen Pulli über das Kleid/zum Rock, vielleicht noch etwas zum Drunterziehen, passende Schuhe (ganz schwer!), und für draußen noch einen Mantel in der passenden Länge etc... Das wird mir meist zu kompliziert, zu äufwändig - und es verlangt wieder nach mehr Kleidungsstücken.

Eine gute Zwischenlösung für die kalte Jahreszeit sind für mich Tuniken - damit meine ich Oberteile, die bis ca. zur Mitte des Oberschenkels reichen, also zu lang sind für normale Shirts und zu kurz für Kleider. Solche Blusen und Shirts trage ich gern über engen Jeans; eine lange Strickjacke, die ich im Herbst genäht habe, passt auch toll dazu. So kann ich Hosen anziehen, habe aber trotzdem ein bisschen das "Kleidgefühl".

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Nähpläne für den Frühling

Ja, und für den Frühling brauche ich ganz unbedingt eine Übergangsjacke!  Das ist mein erster und wichtigster "großer" Nähplan für 2017.
Ansonsten habe ich glücklicherweise keine allzu großen bzw. dringlichen Lücken in meiner (Herbst-/Winter-) Garderobe. Naja, meine Hosensituation (Ich besitze eine lange Hose, die wirklich gut passt. Meine anderen beiden Hosen sind nur Kompromisse - eine ist zu kurz, die andere eigentlich unwideruflich kaputt) ist verbesserungsfähig.

Darüber hinaus bin ich offen: Ich werde mich also überraschen lassen und inspirieren lassen, möchte aber weiterhin erst in mich horchen, bevor ich mich zur Nähmaschine setze. Ein paar "Herzensprojekte" hab ich mir außerdem überlegt, dazu aber morgen mehr.


Wie sieht es bei Euch aus?
Bei Elke könnt Ihr Euch wieder verlinken, wenn Ihr Eure Gedanken zum Thema Capsule Wardrobe, Nähen nach Plan usw. teilen wollt.